Der Gau-Jugend-KO-Pokal ist im Schützenkreis Teck seit Jahren eine feste Größe. Die teilnehmenden Jugendlichen können dabei in den zum Modus gehörenden KO-Duellen sehr gut zeigen, wie nervenstark sie bereits sind. Das Finale fand zuletzt im Rahmen der Luftpistolen-Bundesliga-Partie auf großer Bühne in der Kirchheimer Sporthalle Mitte statt.
Da die Zahl der teilnehmenden Jugendlichen aufgrund des demografischen Wandels immer weiter zurückgeht und damit pro Altersklasse nur noch wenige Runden vor dem großen Finale stattfinden können, wird dieser Wettbewerbsform allmählich die Grundlage entzogen. Zudem konnte in diesem Jahr das große Finale nicht im gewohnten Rahmen stattfinden.
Aus dieser Not wollten die beiden Vereinskameraden Markus Gräwe und Matthias Braun, ihres Zeichens Kreissportleiter im Schützenkreis Stauferland beziehungsweise Kreisjugendleiter im Schützenkreis Teck, eine Tugend machen und erdachten kurzerhand ein Konzept, das diesem Wettbewerb wieder die nötigen Teilnehmer und eine angemessene Kulisse verschaffen könnte.
Dazu wollte man beide Kreise mit einbeziehen und eine große Tagesveranstaltung mit Rahmenprogramm für die Jugendlichen schaffen. Mit dieser Idee rannten die beiden Initiatoren bei beiden Kreisausschüssen offene Türen ein. In Windeseile wurde alles Organisatorische abgeklärt, und mit dem Schützenhaus in Hattenhofen stand sogleich ein passender Ausrichter bereit.
Die Resonanz auf die Ausschreibung war überwältigend. Mehr als 60 Jugendliche meldeten sich für die Veranstaltung am 19. September 2026 an.

So begann man am Samstag, dem 19. September, um 9 Uhr mit den diversen Vorrunden aller sieben Altersklassen. Das gesamte Prozedere sollte bis in den späten Nachmittag andauern. Waren die Jugendlichen für gewöhnlich nach Beendigung ihrer Wettkämpfe immer recht schnell auf dem Heimweg, hatten sich Markus und Matthias für diesen Tag etwas ganz Besonderes ausgedacht. Jeder Jugendliche, der das Rahmenprogramm, bestehend aus Blasrohrschießen, Gleichgewichtsübungen, Federballspielen usw., absolvierte, konnte am Ende eine Eintrittskarte für den Erlebnispark Tripsdrill gewinnen.
Das zeigte Wirkung, und die Schießhalle war zum großen Finale noch mit zahlreichen Zuschauern gefüllt. Um, ähnlich wie bei der Bundesliga, für richtige Stimmung zu sorgen, bekamen die Zuschauer außerdem Rätschen und Trommeln an die Hand und sollten damit die Jungschützen anfeuern. Damit der Nervenkitzel noch etwas größer wurde, bekamen die Finalisten sogar einen persönlichen Einlauf samt Ansage durch zwei Moderatorinnen. Bei diesem Einlauf wurden sie vom Publikum frenetisch gefeiert.

So natürlich auch Neidlingens einziger Starter an diesem Tag – Dominik Grießhaber – , da Mitfavoritin Cecilia Linaschke aufgrund ihrer Arbeit unabkömmlich war. Dominik hatte in der ersten Runde etwas Glück und bekam ein Freilos zugelost. Somit hatte er den Einzug in die nächste Runde bereits vorab sicher. Mit seinem Ergebnis von 181 Ringen bei 20 Schuss erzielte er sogar knapp das beste Ergebnis aller Schützen in der Jugendklasse.

Im Halbfinale war ihm das Glück weiterhin hold, und er traf mit Mia Haussmann auf eine durchaus machbare Gegnerin. Dennoch wurde es knapp. Am Ende konnte sich Dominik mit einem Ring Vorsprung (175:174 Ringe) durchsetzen und zog somit ins große Finale ein.
Dort bekam er es mit dem erfahrenen Schützen Leo Sigel aus Dettingen zu tun. Doch von Beginn an ging Dominik in Führung und schoss sehr abgeklärt. Mit starken 10 Schuss auf Zehntelwertung kam er auf 97,4 Ringe und erzielte damit das drittbeste Ergebnis aller sieben Altersklassen.

Mit diesem Sieg reiht sich Dominik in die illustre Riege der Neidlinger Jungschützen ein, die diesen prestigeträchtigen Wettkampf bereits gewonnen haben. „Prominente“ Vorgänger waren Jugendleiter Matthias, Julia Pfeifer und natürlich Max Braun.
Dominik setzt damit die Neidlinger Erfolgsserie bei diesem Wettbewerb fort und lässt nach der erfolgreichen Meisterschaftssaison, in der er es bis zur Deutschen Meisterschaft geschafft hat, erneut aufhorchen. Herzlichen Glückwunsch dazu!
Matthias Braun