Mehrmals berichteten wir schon vom Projekt „Deutsche Meisterschaft 2026“ zu dem sich die beiden Neidlinger Nachwuchsschützen Cecilia Linaschke und Dominik Grießhaber mit vier weiteren Nachwuchstalenten aus der Region Horb zusammengeschlossen haben, um eine noch größere Chance auf die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft in München zu erhaschen.
Nach mehreren gemeinsamen Trainingseinheiten und viel Übung auf der Heimanlage stand nun Anfang Juni der erste Härtetest für die 15 jährigen an. Mit dem Luftgewehr Dreistellungskampf – bei dem jeweils 20 Schuss im Knied-, Liegend- und Stehendanschlag absolviert werden müssen – war zu Beginn gleich ein „schwerer Brocken“ zu knacken. Schwerer Brocken aus dem Grund, da die letztjährige Qualifikationsnorm für München mit 574 Ringen alles andere als einfach zu nehmen sein würde.
Zur anspruchsvollen Norm kamen für die Neidlinger Nachwuchsschützen noch weitere widrige Umstände dazu, die zunächst nicht auf einen erfolgreichen Auftakt schließen ließen. Während Cecilia die Woche vor dem Start krankheitsbedingt eine Trainingspause einlegen musste, steckte Dominik im Pfingsturlaub auf einer Atlantikinsel fest. Für beide also alles andere als glückliche Umstände so kurz vor dem ersten wichtigen Wettkampf der Saison.
Während Dominiks Flieger erst am Vorabend des Wettkampfes wieder in Deutschland eintraf, konnte Cecilia zumindest noch einmal die Abläufe in der Theorie durchgehen. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle an Vereinskamerad Markus Gräwe, der in den letzten Wochen sehr akribisch mit ihr an den Abläufen und Einstellungen des Luftgewehrs gearbeitet hat.
Gemeinsam mit den anderen vier Jungschützen standen dann beide am Samstag, 6. Juni 2026 pünktlich am Stand in Ruit. Dominik musste sich in der ersten 10-Schuss-Serie noch etwas zurechtfinden (89 Ringe), steigerte sich jedoch in der zweiten 10-Schuss-Serie auf gute 93 Ringe. Nach dem Kniend-Anschlag folgten die 20 Schuss im Liegend-Anschlag. Hier zeigte er eine solide Leistung (95 + 93 Ringe). Leider misslangen ihm die ersten 10 Schuss im Stehend-Anschlag (79 Ringe), ehe er wieder gut mit 90 Ringen seinen Wettkampf beendete. Am Ende standen gute 534 Ringe zu buche. Bei seinen beiden Teamkollegen Fabian Schubert und Marco Edler lief es besser, sie haben allerdings auch schon mehr Wettkampferfahrung. Fabian erzielte 554 Ringe und einen guten 7. Platz, Marco erreichte mit 564 Ringen den 6. Platz.

Cecilia fand gut in ihren Wettkampf und startete mit starken 97 Ringen in den Wettkampf. In der zweiten 10-Schuss-Serie im Kniend-Anschlag leistete sie sich sogar nur einen Neuer und kam somit auf hervorragende 99 Ringe. Nachdem ihr auch im Liegend-Anschlag genau das selbe gelang, war die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft in greifbarer Nähe. Dennoch muss man als 15 jähriges Mädchen erstmal so abgeklärt sein und nach der kleinen Umbaupause (die obligatorisch zwischen jedem Anschlag ist) genauso weiterschießen und nicht ins Grübeln kommen. Das machte Cecilia hervorragend. Mit erneut hochklassigen 97 und 96 Ringen im abschließenden Stehend-Anschlag erreichte sie nicht nur die letztjährige Qualifikations-Norm, sondern überbot diese mit 585 Ringen um sage und schreibe 11 Ringe. Das bedeutet den Komfort, dass bis zur endgültigen Bekanntgabe der 2026er-Norm nicht gezittert werden muss. Die endgültige Norm wird immer erst bekanntgegeben, wenn alle Landesverbände ihre Wettkämpfe abgeschlossen haben.
Neben der ersten sicheren Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften bedeutete dieses tolle Ergebnis auch gleichzeitig den ersten Podestplatz bei einer Landesmeisterschaft für die Auszubildende zur Einzelhandelskauffrau. In ganz Württemberg war nämlich nur eine Athletin stärker als Cecilia. Herzlichen Glückwunsch zum ersten Vizelandesmeistertitel der noch jungen Karriere!

Bei Cecilias Mannschaftskameraden Felix Schneiderhahn und Ellen Frick lief es unterschiedlich gut. Während Ellen schon im Kniend- und Liegend-Anschlag ein paar Ringe liegen ließ, misslang ihr die letzte 10-Schuss-Serie im Stehend-Anschlag leider komplett (88 Ringe). Am Ende standen daher leider „nur“ 565 Ringe zu Buche. Besser lief es bei Felix. Er bewegte sich in jeder Teildisziplin ohne großen Ausrutscher und erzielte am Ende ebenfalls gute 577 Ringe. Das reichte zu einem tollen dritten Platz unter den männlichen Jugendlichen und vermutlich zur Qualifikation für München. Herzlichen Glückwunsch auch dazu!
Neben der Einzelwertung gab es aber ja auch noch die Mannschaftswertung. Unter der Abwesenheit der Kaderschützen, die parallel bei einem nationalen Event am Start waren, konnten sich die drei auch noch den Landesmeistertitel mit der Mannschaft sichern.
Zusätzlich zum Mannschaftstitel gibt es aber auch noch eine Qualifikations-Norm für die gesamte Mannschaft. Obwohl Ellen ca. 9 Ringe unter der Norm liegt, haben die drei auch in der Mannschaft gute Chancen auf die Qualifikation. Durch Cecilias starkes Ergebnis (rund 11 Ringe Vorsprung auf die Quali-Norm) sollte es auch für die komplette Mannschaft zur Deutschen Meisterschaft reichen.

Auch die zweite Mannschaft um Dominik, Fabian und Marco konnte sich am Ende über einen Podestplatz freuen. Zusammen erreichten sie den 2. Platz bei den Mannschaften. Herzlichen Glückwunsch auch dazu!

Hier die Ergebnisse im Überblick:
Luftgewehr Dreistellungskampf Jugendklasse weiblich:
1. Platz Ayla Kahya SV Steinhilben 589 Ringe
2. Platz Cecilia Linaschke SV Neidlingen 585 Ringe
3. Platz Felicitas Fuchsschwanz SV Hirrlingen 577 Ringe
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9. Platz Ellen Frick SV Neidlingen 565 Ringe
Luftgewehr Dreistellungskampf Jugendklasse männlich:
1. Platz Ayla Kahya SV Nordstetten 585 Ringe
2. Platz Jan-Luca Gregg SV Allmendingen 583 Ringe
3. Platz Felix Schneiderhahn SV Neidlingen 577 Ringe
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6. Platz Marco Edler SV Neidlingen 564 Ringe
7. Platz Fabian Schubert SV Neidlingen 554 Ringe
12. Platz Dominik Grießhaber SV Neidlingen 534 Ringe
Luftgewehr Dreistellungskampf Jugendklasse Mannschaft:
1. Platz SV Neidlingen I 1727 Ringe
Cecilia Linaschke 585 Ringe
Felix Schneiderhahn 577 Ringe
Ellen Frick 565 Ringe
2. Platz SV Neidlingen II 1652 Ringe
Marco Edler 564 Ringe
Fabian Schubert 554 Ringe
Dominik Grießhaber 534 Ringe
Matthias Braun